Was ist BIM?
BIM steht für Building Information Modeling. Es geht darum ein Gebäude als Modell zu erstellen und mit Informationen zu hinterlegen. Ein Gebäude setzt sich aus Bauteilen zusammen, die eine Informationsdichte in mehreren Vertiefungen haben. Ein Bauteil ist z.B. eine Wand. Die oberste Information ist dann: Bauteil Wand; Dimension Länge x Breite x Höhe; generelle Lage (z.B.Geschoss). Ein weiteres Bauteil ist dann z.B. die Decke. Diese Bauteile umschließen dann ein weiteres Bauteil: den Raum. In diesen Bauteilen liegen weitere Bauteile: Fenster und Türen.
Dieses Modell wird mit einem BIM-tauglichen Programm erstellt von einem BIM-Autor. Die Bauteile gehören zu Kategorien, welche den Bauteilen weitere Informationen zuteilen: Zum Beispiel Aufbau des Bauteils, Brandverhalten des Bauteils, Wärmedurchgangskoeffizient des Bauteils, statisches Verhalten des Bauteils. Diese Kategorien sind international genormt und können von den verschiedensten Stellen mit entsprechenden Programmen gelesen und gefiltert werden: Der Brandschutzsachverständige sieht dann nur seine relevanten Bauteile mit den entsprechenden Informationen, der Statiker sieht nur die statisch relevanten Teile, der Haustechniker sieht die technische Gebäudeausrüstung, also die Heizungsleitungen, die Lüftungskomponenten. Der Architket sieht alle Bauteile. Der Nutzen liegt auf der Hand: Sollte eine Lüftungsleitung direkt durch einen Unterzug gehen, kann man diese Kollision der Bauteile sehen und entsprechende Lösungen planen. Andererseits ist es natürlich ein großer Aufwand, die Bauteile mit den richtigen Informationen zu versehen. Daher ist ein nach den BIM.Richtlinien konformes Gebäudemodell eine Sonderleistung.